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7A: Projekt anlässlich des Handyexperiments 

Suchtmacher und Zeitfresser im Alltag finden 

Im Zuge des Handyexperiments des ORF, an dem sich auch mehrere Klassen unserer Schule beteiligt hatten – unter anderem auch die 7A – wurde ein Projekt durchgeführt, in dem zunächst die Suchtfaktoren durch Soziale Medien analysiert wurden, unter anderem die Verzerrung des eigenen Körperbildes. In einer Studie des Instituts für Suchtprävention von Pro Mente Österreich hatten zwei Drittel der untersuchten Jugendlichen angegeben, dass soziale Netzwerke ihre Selbstwahrnehmung und die Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen beeinflussen. Dieser Text wurde im ersten Teil analysiert. 

Gleichzeitig lernten sich alle Schülerinnen und Schüler der 7A, wie genaue Tagesberichte verfasst werden, um solche auch selbst während der Zeit des Handyexperiments zu erstellen. Dabei sollte auf folgende Schwerpunkte besonders geachtet werden: Zeitpunkt und Dauer der Nutzung sozialer Medien; aktives Lernen (Lesen, wiederholen, recherchieren, bearbeiten…); persönliche soziale Kontakte; Erleben der Natur; erlebte Freiheit – oder eingeschränkte Freiheit. Diese Tagesabläufe wurden nicht veröffentlicht, sondern sollten als Grundlage einer abschließenden Reflexion dienen:  

Im Abschlussberichten spielte dann auch der Aspekt von jenem Suchtverhalten, das Freiheit einschränkt, eine wichtige Rolle. Ziel war es daher, sich Strategien zu überlegen, wie man sich davon befreien könnte. Tatsächlich war vielen bei Durchsicht ihrer Tagesabläufe aufgefallen, wie oft sie durch Abhängigkeiten eingeschränkt waren. Die Reflexionen der Schülerinnen und Schüler zeigen, dass dabei durchaus interessante Erkenntnisse gewonnen werden konnten: 

»Durch dieses Projekt habe ich erkannt, dass Freiheit in meinem Alltag eine wichtige Rolle spielt, aber nicht selbstverständlich ist. Ein großer Teil meines Tages ist durch Schule und Termine vorgegeben. Diese Struktur schränkt meine Freiheit zwar ein, gibt aber gleichzeitig Orientierung.  

Besonders wichtig ist für mich der Unterschied zwischen echter und scheinbarer Freiheit: Soziale Medien vermitteln oft das Gefühl von Freiheit, weil man selbst entscheiden kann, wann man sie nutzt. In Wirklichkeit führen sie jedoch oft zu Gewohnheiten oder sogar Abhängigkeiten.  

Genau aus diesem Grund habe ich mich bewusst dazu entschieden, Instagram zu löschen und Plattformen wie TikTok, Snapchat oder Telegram nicht zu nutzen. Diese Entscheidung hat meinen Alltag deutlich verändert. Ich habe mehr Zeit für Sport, Lernen und echte soziale Kontakte. Außerdem bin ich weniger abgelenkt und kann mich besser konzentrieren. Ich sehe diese Entscheidung als wichtigen Schritt zur Selbstkontrolle […]. Insgesamt hat mir das Projekt geholfen, meinen Alltag bewusster zu gestalten und klare Ziele für meine persönliche Entwicklung zu setzen. « (Klara G.) 

Andere Alltagserfahrungen: »Ein weiterer Aspekt ist meine Beziehung zur Natur. Ich bin täglich draußen, meistens nebenbei auf dem Schulweg. Zusätzlich mache ich aber auch gerne bewusste Spaziergänge. Dabei fühle ich mich besonders frei. Die frische Luft, die Bewegung und die Tatsache, dass ich keine Verpflichtungen habe, tragen sehr zu diesem Gefühl bei. […] 

In Bezug auf mögliche Abhängigkeiten ist mir aufgefallen, dass ich mein Handy oft automatisch überprüfe, vor allem wenn ich Nachrichten bekomme. Ich würde sagen, dass ich mein Handy nicht komplett unter Kontrolle habe, da es mich manchmal “im Griff hat“, insbesondere durch TikTok. Auch wenn ich nicht das Gefühl habe, ständig unbewusst Zeit zu verlieren, ist Ablenkung dennoch deutlich spürbar. […] 

Ein wichtiges Ziel für mich ist es, meine Kompetenzen im Bereich Zeitmanagement zu stärken. Oft habe ich das Gefühlt, zu viele Dinge gleichzeitig machen zu wollen, wodurch ich am Ende für nichts genug Zeit habe. Durch bessere Planung und Struktur möchte ich dieses Problem in den Griff bekommen. Zusätzlich könnte ich mir vorstellen, mehr zu lesen oder ein neues Hobby zu beginnen, um meine Freizeit sinnvoller zu nutzen. 

Zusammenfassend hat mir dieses Selbstbeobachtungsprojekt gezeigt, dass mein Alltag von digitalen Medien geprägt ist […]. Besonders deutlich wurde, dass mein Gefühl von Freiheit nicht nur von äußeren Faktoren wie Schule abhängt, sondern auch von meinem eigenen Verhalten. Durch bewusste Veränderungen kann ich meine Freiheit im Alltag erhöhen und meine Zeit besser nutzen.« (Nora A.)