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Projektwoche 2026

Von Montag, 26.1., bis Donnerstag, 29.1.2026, erlebten alle Schüler und Schülerinnen des BRG 18 eine besondere Projektwoche: Jeder Jahrgang beschäftigte sich mit einem anderen Thema und mit maßgeschneiderten Aktivitäten, Workshops, Theater und Film, Spielen und Gesprächsrunden, Lehrausgängen und Praktika.

Die Projektwoche und ihr Programm im Überblick

  • 1.Klassen: Lernen lernen
  • 2.Klassen: Kämpfen und Lieben, unser Workshop zu Selbstwahrnehmung, Gender und Sexualität
  • 3.Klassen: Fit4Life – ein vielfältiges Programm zu Themen wie Selbstbehauptung und Resilienz, Genuss und Selbstausdruck, Gemeinschaft und Kooperation, Suchtinformation und -prävention
  • 4.Klassen: Berufspraktische Tage
  • 5.Klassen: Französisch / Latein
  • 6.Klassen: English Week
  • 7.Klassen: Soziale Woche, ein Praktikum in Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • 8.Klassen: Maturavorbereitung und Gen-Workshop

Stimmen der Schüler:innen

Am Tag danach haben einige Klassen ihre Eindrücke aufgeschrieben; hier sind ein paar Beispiele.

Projekt der 2. Klassen: Perücken, Bärte, Nagellack

Das Beste an der Projektwoche war das Museum Selbstlaut. Es war echt cool! Wir konnten Videos anschauen oder am Gefühlsrad drehen. Und Rollstuhl fahren! – Interessant, dass mehr Mütter Frühstück machen als Väter! – Ich habe gelernt, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt und dass früher Pink die Farbe für Männer und Blau für Frauen war. – Es gibt viele verschiedene Rollenbilder! Schon als Kind wird man in bestimmte Rollen hineingeboren. – Ich fand es toll, als die Jungs und Mädchen getrennt waren. – Wir Jungs haben gelernt, wie man ein Kondom verwendet. – Mein Highlight war, wie wir mit der Kunstlehrerin eine Collage zur Rollenbildern und Diversität gemacht haben. – Das Beste war, dass wir Mädchen zu einer Frauenärztin gegangen sind. Dort durften wir, wenn wir wollten, auf dem Untersuchungsstuhl sitzen, und wir lernten etwas über Binden und Tampons. – Highlight: Kunst! – Lesbisch, schwul usw. ist nichts, um drüber zu lachen. – Ich habe gelernt, dass man sich für nichts am Körper schämen muss! – „Du bist nicht schwach!“ (2A und 2C)

Projekt der 3. Klassen: Fallschirm mit Ei

Was die 3A in der Projektwoche gelernt hat: Wie man ein Ei so einpackt, dass es nicht kaputt geht, wenn man es aus dem Fenster wirft. – Es gibt Regeln für alles! – Dass es im Alltag wichtig ist, sich manchmal zu entspannen. – Dass es in einem Team am besten geht, wenn man sich gut abspricht. – Dass es viele Arten von Süchten gibt und viele Wege, süchtig zu werden. – Welche Gesetze für uns wichtig sind. – Dass man ab 14 strafmündig ist und ab 0 Energydrinks trinken darf. – „Ich habe überlegt, ob ich selbst irgendwie süchtig bin.“ – “Ich habe gelernt, selbstbewusster zu werden!” – Uns hat gefallen, dass wir im Theaterworkshop alle kleine Theaterstücke machen konnten und dass wir im Turnsaal Kooperationsspiele gespielt haben.

Projekt der 4. Klassen: Gold, Gemüse, Papageien

Ich war in einem Kindergarten. Meine Aufgabe war, mit Kindern zu spielen und sie zu unterhalten. Ich habe in den vier Tagen gelernt: Jedes Kind ist anders! (Jana, 4C)

Ich war in einem Büro, und meine Aufgabe bestand darin, Zettel zu sortieren und Excel-Tabellen zu füllen. Der Chef und die Mitarbeiter waren sehr geduldig und nett. (Antonela, 4C)

Beim Kinderarzt war meine Aufgabe, Tische, Liegebetten und Werkzeuge zu desinfizieren, Pflaster und Tupfer nachzufüllen. Am besten hat mir gefallen, Impfungen vorzubereiten. (Fariha, 4C)

Ich war in einem Hotel und musste Bestellungen aufnehmen, Gäste bedienen sowie Gemüse schneiden und schälen. (Paula, 4C)

Ich war in einer Volksschule. Ich habe gelernt, wie es für Lehrer*innen stressig sein kann, wie viel man kontrollieren muss und wie man mit den Kindern nett und geduldig sein muss. (Nikolina, 4C)

Auf der Bank habe ich gelernt, wie man mit den Automaten umgeht und wie eine Bank funktioniert. Ich konnte selbstständig arbeiten! (Amir, 4C)

Ich habe gelernt, wie wichtig soziale Kompetenzen für einen Zahnarzt sind. Am besten hat mir gefallen, wie die Frau Doktor ein Goldimplantat gegossen hat! (Jordan, 4C)

Ich war am Flughafen! Am besten hat mit gefallen, mit den Airside Operations-Fahrzeugen über den gesamten Flughafen zu fahren, und die Aussicht vom ATC-Tower. Ich musste mit einem Auto über die Piste fahren und schauen, ob irgendwelche Teile auf den Start- und Landebahnen liegen. (Clemens, 4C)

Ich habe gelernt, wie eine IT-Dienstleistungsfirma funktioniert. Mir hat es gefallen zu programmieren und meine Arbeit zu organisieren. (Konstantin, 4C)

Ich habe in den vier Tagen gelernt, dass Arbeit sehr langweilig sein kann und es deshalb sehr wichtig ist, den richtigen Job zu wählen. (Enea, 4C)

Ich war im Hanusch-Krankenhaus. Ich konnte bei Operationen zusehen und durfte Patienten den Blutdruck messen. (Miron, 4B)

In der Staatsoper durfte ich bei Generalproben und Vorstellungen dabei sein. (Laurenz, 4B)

Ich habe meine Berufspraktischen Tage in meiner alten Volksschule verbracht. Mit einer Klasse habe ich über ihre Lieblingsländer geredet und sehr gern habe ich Aufsätze korrigiert. Ich habe es sehr genossen, einmal aus der Perspektive einer Lehrperson zu denken und es wäre toll gewesen, wenn die Tage länger gedauert hätten. (Valentina, 4B)

Mit meiner besten Freundin war ich in einem Tierheim in der Nähe von Stockerau. Gleich am ersten Tag haben wir die Katzengehege gesäubert. Auch durften wir vier Babykatzen besuchen, die unglaublich süß und sehr verspielt waren. Eine saß die ganze Zeit auf meinem Schoß und hat mit dem Reißverschluss von meinem Pulli gespielt. Am liebsten hätte ich dieses Kätzchen adoptiert. Es war eine schöne Erfahrung, die aber auch sehr anstrengend und mühsam war, weil wir auch sehr viel ausmisten sollten. (Katja, 4B)

Ich habe in einer Tierarztpraxis für Katzen gearbeitet. Es war sehr interessant, bei den Untersuchungen dabei zu sein. Bei jeder Untersuchung wurde Blut abgenommen und in Augen und Mund geschaut. (Julia, 4B)

Ich habe die Woche an der De La Salle-Schule verbracht. Der Spaß begann am dritten Tag. Die Schülerinnen einer dritten Klasse haben mich die ganze Zeit umarmt und wollten, dass ich ihnen Mathe erkläre. Als ich auch am nächsten Tag zu ihnen kam, freuten sie sich ganz toll. (Saina, 4B)

Bei den Berufspraktischen Tagen war ich in einem Papageienschutzzentrum und habe viel über das Leben der verschiedenen Vogelarten gelernt. Ich habe „Zimmer“ der Vögel geputzt, ihr Essen zubereitet und sie sogar verarztet. Es war eine sehr coole Erfahrung und anstrengender, als ich erwartet hatte! (Daria, 4B)

Projekt der 6. Klassen: Speed Dating with the Derry Girls

Great week! – I enjoyed the games “Truth or Lie” and “Activity”. – I particularly liked the lesson about English accents, more of that! – A great experience! – “Roofman” is a movie that makes you think. – Really enjoyed Speed Dating and Taboo. – The groups were perfect: 15 students is the perfect number. – I really liked that we were done with school at 11:50! – It was really fun because we also talked to people from other classes. – Loved the Derry Girls, what a weird accent! – I made a lot of new friends because of the mixed groups. – Thank you for the chance to improve my English!

Projekt der 7. Klassen: Nachdenkliches und Freudiges

In den siebten Klassen fand die „Soziale Woche“ statt – hier Auszüge von Schüler:innen der 7A, die Erlebtes in einem Reflexionstagebuch festgehalten haben.

Mich hat positiv berührt, wie respektvoll und liebevoll die Kinder miteinander umgehen, unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.

Nachdenklich gestimmt hat mich heute, dass die Kinder fast immer Geräusche machen. Sie schreien, egal, ob sie fröhlich oder frustriert sind, weil das ihre Art ist, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken. 

Ich bin stolz darauf, dass die Kinder sich freuen, wenn sie mich sehen und dass sie mich gut aufgenommen haben.

Ich bin dankbar über diese Projektwoche, weil ich sehr viel lerne und in der Schule mittlerweile schon an Langeweile gestorben wäre.

Gelernt habe ich heute, dankbar zu sein über die Möglichkeiten, die ich im Leben habe, nur weil ich gesund bin.

Beim Einkaufen fiel mir auf, dass Jugendliche im Rollstuhl bei einfachen Dingen wie dem Erreichen von Produkten oder dem Hineinlegen von Produkten in den Einkaufswagen oft Hilfe brauchen. Das hat mir gezeigt, wie wichtig Barrierefreiheit und Unterstützung im Alltag sind.

Ich bin dankbar dafür, dass ich meine Hände benutzen kann und bei einfachen Dingen wie auf die Toilette gehen, essen usw. keine Hilfe brauche.

Ein Mädchen aus der Gruppe öffnet sich mir gegenüber von Tag zu Tag mehr, das berührt mich sehr. Gleichzeitig stimmt es mich traurig zu sehen, dass diese Kinder viel weniger Möglichkeiten im Leben haben, obwohl sie sozusagen gleich sind wie wir.

Ich habe viel mit den Menschen kommuniziert und Spiele gespielt. Heute habe ich gelernt, wie viel Freude es bereiten kann, für andere Menschen etwas machen zu dürfen.

Projekt der 8. Klassen: Sind wir Nachfahren von Dschingis Khan?

Der Gen-Workshop war nicht das, was man sich unter einem gewöhnlichen Workshop vorstellt. Man hat nicht nur Auskunft über sein Liebesleben und die Neigung zum Fremdgehen erhalten, sondern auch einen Crashkurs über Kommunikation und das Halten von Vorträgen. Alles sehr humorvoll! Das war womöglich der motivierteste Workshopleiter, den ich je hatte – nicht nur was für Bio-faszinierte Schüler, sondern für jeden! Es gab viele Geräte, die ich nicht kannte. Die professionellen Geräte gaben einen coolen Einblick in das Arbeiten in einem Labor. Besonders das Pipettieren mit den wahnsinnig exakten Pipetten hat mir gefallen. Wir konnten erforschen, ob wir Vorfahren in Zentralasien haben, ob wir mehr rote oder weiße Muskelfasern haben und ob wir anfällig fürs Fremdgehen sind. Es hat alles sehr viel Spaß gemacht, ohne ein Gefühl von Langeweile. Der beste Workshop, den ich je besucht habe. Abwechslungsreich, fordernd, nie langweilig! (Anna, Julia, Julius, Klaudia, Lena, Noah, Teo, 8C)

Text: Ilse Wolfram, Susanne Roithinger (7. Klassen)


Die Fotostory

Bilder: Johanna Traxler