Peer Beratung

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Der Begriff

“Mediation” geht auf die lateinischen Wurzeln “mediare” (=vermitteln) zurück und wurde als Terminus technicus 1970 in der USA eingeführt. Mediation bedeutet demnach:

“Vermittlung in Konflikten durch unparteiische, neutrale Dritte, die von allen Seiten akzeptiert werden”

Grundlage dieses Klärungsprozesses, durch den der/die MediatorIn oder ein MediatorInnenpaar führt, sind die jeweiligen ganz persönlichen Motive, Anliegen, Bedürfnisse und Interessen, aber auch die Gefühle der Konfliktpartei.

Mediation geht dabei von zwei sehr wichtigen Grundannahmen aus.

1. Menschen verfügen prinzipiell (auch in Konfliktsituationen) über die Fähigkeit, ihre Bedürfnisse und ihre Interessen besser als Dritte, z.B. ein/e RichterIn zu erkennen und sie auch zu wahren und in Eigenverantwortung selbst für die Lösung ihrer Probleme aufkommen zu können. Im Konflikt kann dieses humane Kapital bzw. Potential leicht bis schwer beeinträchtigt sein – darum braucht es eben eine vermittelnde dritte Person!

2. Menschen, die den Weg der Mediation “beschreiten”, sind somit ja prinzipiell bereit, mit dem/der KonfliktpartnerIn einen Ausgleich herbeiführen zu wollen! Ziel des Mediationsprozesses ist eine im Konsens – durch die Wechselseitigkeit von Geben und Nehmen – erfolgte konkrete Vereinbarung!

Das Prinzip der Selbstbestimmung der Konfliktparteien ist dabei immer oberstes Gebot!

“Lösungen sind nur dann Lösungen, wenn sie von jedem einzelnen Beteiligten als solche angenommen werden können”

In diesem Sinne wurde eine Gruppe von SchülerInnen ausgebildet.

Aber das Programm wird in Zukunft auch ein gemeinsames Arbeiten mit den Klassenvorständen der ersten Klassen beinhalten. Dabei sollen die Peers mit kurzen Übungen und Spielen die SchülerInnen sensibilisieren, ihre Gefühle im Schulalltag besser steuern zu können und mit Problemen umgehen zu lernen.

Die MediatorInnen sind seit Beginn ihrer Ausbildung, die sowohl aus dem Freifach Peermediation wie auch aus zusätzlichen Ausbildungen an der Universität durch Dr. Gottfried Banner bestehen, mit großem Interesse und Eifer dabei. Das zeigt, dass dieses Projekt nicht nur zukunftsweisend in der Bewältigung von Konflikten in der Schule ist sondern auch ein sehr wichtiger Teil der Schulgemeinschaft ist

Mag. I. Herzog

Peers

Peers 2015/16

Peers-Betreuerinnen: Mag. Herzog, Mag. Wakolbinger