Schülerinnen und Schüler der 4d und 5a bei einer öffentlichen Lesung der Autorin Beatrice Ferolli

Buchcover

Am Mittwochabend des 10.November belebt eine Schar von Schülerinnen und Schüler des BRG 18 die Räumlichkeiten der Buchhandlung Thalia, in denen bald eine Lesung der Autorin Beatrice Ferolli stattfinden wird. Sie selbst hat sich Schülerinnen unserer Schule gewünscht und es so begründet:

Beatrice Ferolli war schon im Dezember 2016 zu Besuch am BRG18 für die »Besprechung meines Romans, „Sommerinsel“ in einer Maturaklasse… [in diesem Roman verarbeitet sie ihre Begegnung mit dem amerikanischen Schriftsteller Tennessee Williams].  Damals verbrachte ich eine eindrucksvolle Stunde mit den Schülerinnen und Schülern dieses Gymnasiums. Sie waren bestens vorbereitet, aufmerksam und aufgeschlossen, und stellten in der anschließenden Diskussion gezielte und sachbezogene Fragen.  Dies brachte mich, in Zusammenarbeit mit meinem Verlag, auf eine Idee:.

Ich habe im Lockdown ein Jugendbuch geschrieben. Nicht mein erstes, es gab schon vor fast dreißig Jahren eines (damals bei Überreuter erschienen). Das Jetzige behandelt im weitesten Sinn das Thema Mobbing, sowohl innerhalb der Klasse wie im Internet. Es ist, so viel ich erfahren habe, für den Jugendbuchpreis vorgeschlagen, die Präsentation ist im Bücherzentrum „Thalia“  Wien Mitte.«

Einige Exemplare wurden den Schülerinnen und Schülern, den Lehrern und der Schulbibliothek zur Verfügung gestellt. Der Roman beschäftigt sich nicht nur mit einem brisanten Thema, das oft von außen unterschätzt wird, nämlich Mobbing, es hat aber noch einen anderen Bezug zum BRG18: Die meisten Orte dieses Buches sind im 18.Bezirk zu finden und den meisten Schülerinnen und Schülern wohlvertraut, ja die Weimarer Straße beginnt sogar wenige Meter von der Schule entfernt.

Die Schülerinnen und Schüler der 4d haben als Reporterinnen und Reporter für den Deutschunterricht ihre Beobachtungen und Erlebnisse niedergeschrieben, die hier in Auszügen zu lesen sind.

Moustafa, 4d:
Die Stimmung war gut, als wir die Räume der Buchbesprechung betraten. Jeder und jede von uns bekam ein Los mit einer Zahl, denn am Schluss wurden drei Bücher verlost.

Lara, 4d:
Dort war ich ebenfalls im Geschehen und sah viele Leute angeregt auf die Lesung wartend.

Anna-Lena, 4d:
Weil zwei Kolleginnen und ich die Präsentation auch für FM-U18, unser Schulradio aufnehmen, bekommen wir drei einen Platz neben der Bühne. Nachdem nun jeder sitzt, und der Moderator seine Ansprache gehalten hat, geh es los! Ich bekomme sehr schnell ein sehr entspanntes Gefühl, da die Autorin wirklich sehr freundlich ist!

Julia, 4d
Am Anfang kam die Autorin auf die Bühne und begann, über die Entstehung des Buches zu sprechen. Beatrice Ferolli erzählte, dass das Buch im zweiten Lockdown geschrieben wurde.

Klaudia, 4d:
Dabei sagt sie auch, dass ihre drei Enkelinnen (eine hat sogar am BRG 18 maturiert) ihr beim Verstehen von jugendlichen Problemen und der Gestaltung des Buches geholfen haben. Als sie mit dem Reden fertig ist, applaudiert das Publikum laut und begeistert.

Lara, 4d:
Eine Enkelin half ihr, das Logo zu gestalten, das jetzt auf dem Buchrücken zu sehen ist. Die zweite schrieb Gedichte, die jetzt im Buch versteckt sind.

Geart, 4d:
Beatrice Ferolli sprach sehr deutlich und in jedem Wort, das die Autorin sagte, steckten Gefühle. … Denn es ging um das Thema Cybermobbing.

Klaudia, 4d
Dabei verstellt sie ihre Stimme, so dass man sich immer genau auskennt, wer gerade redet und deutet die Gefühle der Charaktere mit Handbewegungen an, was die Geschichte lebendig macht.

Mia, 4d:
Es geht um ein Mädchen namens Malin, das in der Schule gemobbt wird, deshalb möchte Malin ganz weit weg.

Manuel, 4d
Dies ging sogar so weit, dass sich das zwölfjährige Mädchen mit der Kreditkarte seiner Mutter ein Flugticket kaufte. An diesem Morgen wollte das Mädchen wegfliegen. … Da dies aber sicher nicht die letzte Lesung war, freue ich mich auf das nächste Mal, wieder gespannt zuzuhören, wenn die Autorin Beatrice Ferolli ihr nächstes Buch präsentiert.

Constantin, 4d
Also in diesem Buch »Pitschilla« ist das Hauptthema »Mobbing« … In dem Buch geht es um ein Mädchen, das so gemobbt wird, dass es deswegen sogar von Zuhause verschwinden will. Doch bevor sie abhauen wollte, ging sie ins Bad und fand dort eine Nixe auf der Kloschüssel. Durch die Nixe erkannte sie, dass man nicht alles so ernst nehmen sollte, und dass man es so machen soll wie sie:

Nikon, 4d:
Nach dem Kennenlernen tauschen sie sich ihre Lebensgeschichten aus und die Hauptfigur erzählt von ihren Mobbingerfahrungen. Pitschilla, die Nixe, prägt ihr ein, dass sie alles wegmachen kann, indem sie sich denkt: »Scheiße rinnt an mir ab« so, wie es auch bei Pitschilla ist, wenn sie durch die Klorohre schwimmt.

Denis, 4d:
Ich fand es gut, dass sie sehr offen über so ein Thema gesprochen hat, denn man weiß nie, was ein anderer gerade durchmacht, wenn er zum Beispiel müde ausschaut. … Ich wurde noch nie gemobbt, aber andere, die ich kenne, schon – gemobbt zu werden ist nicht schön!

Anna Lena, 4d:
Ich  habe den Eindruck, dass Beatrice Ferolli sich auch sehr wohl gefühlt hat und ein sehr offener Mensch ist: Denn die Handbewegungen verstärken ihr sicheres Auftreten, ebenso wie der Blickkontakt zum sehr interessierten Publikum.

O-Töne zur Lesung aus einem Beitrag von FM-U18, dem Schulradio des BRG 18