Endlich raus! – Biologie-Exkursion in die Donau-Auen in Petronell am 28.09.2020 der 5A

Heute hat unsere Klasse ein Forschungszentrum in Petronell besucht, in dem wir verschiedene Bereiche der Biologie besprochen und Vieles und Interessantes dazugelernt haben. Genau waren wir in den Petroneller Auen. Das ist in der Nähe von Carnuntum. Eine Au ist ein Gebiet, dass regelmäßig überschwemmt wird. Wir wurden von BiologiestudentInnen in kleinen Gruppen unterrichtet und haben auch viele Versuche selbst durchgeführt. Das Regenwetter konnte uns auf alle Fälle nichts anhaben.

Hier ein paar Eindrücke zu den Stationen von verschiedenen SchülerInnen:

Wir sind zu einem Gebiet gegangen, wo laut unserem Auftrag, bald ein Parkplatz errichtet werden sollte. Wir mussten herausfinden, welchen Tierarten dort vorkommen, um einen solchen Bau zu verhindern. Wir fanden verschiedenste Tierspuren und Tierbauten. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass so viele Tiere auf so einem kleinen Platz wohnen.

Bei einer Station haben wir über Pilze, Moos und Holz geredet. Ich habe wiederholt, dass der eigentliche Pilz, das Myzel, unter der Erde ist und das, was wir sehen eigentlich nur der Fruchtkörper ist, der für die Fortpflanzung zuständig ist. Außerdem wusste ich vorher nicht, dass Efeu den Bäumen eigentlich nicht schadet, da sie ihm keine Nährstoffe und Wasser entzieht, sondern sich nur verankert, um leichter an die Sonne zu kommen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Station, wo wir etwas über die verschiedenen Erosionsarten gelernt und zur Veranschaulichung Versuche dazu durchgeführt haben. Außerdem weiß ich nun endlich, warum die Donau begradigt wurde: damit die Schiffe besser fahren können, da sie sich nicht „durchschlängeln“ müssen und auch, dass dies negative Umweltfolgen hat.

Bei der Baumstation haben wir besprochen, warum er wichtig ist: als Lebensraum für Tiere, die Nahrung (Früchte), für wirtschaftliche Zwecke (Papier) und das Filtern der Luft (CO2, O2). Was ich bei dieser Station sehr interessant fand und davor noch nicht wusste war, dass Weichhölzer (= die Bäume, die in der Au bei Überflutungen im Wasser stehen) einen Art Sonnenschutz auf der Unterseite der Blätter haben. Deshalb haben die Blätter der Silberpappel zum Beispiel eine „silbrige“ Unterseite. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: warum hat das Wasser etwas damit zu tun, dass die Unterseite der Blätter mancher Bäume einen Sonnenschutz haben? Weil die Sonne vom Wasser reflektiert wird!

Bei einer Station gab es einen “Tatort” mit einem Verletzten. Es wurde uns eine Verletzung an einem Arm gezeigt. In dem eingezäunten Gebiet gab es verschiedenste Pflanzen. Die Aufgabe war, herauszufinden, welche von ihnen solche Verletzungen auslösen könnte. Ich z.B meinte, dass es eine Distel gewesen sein könnte. Es war sehr interessant zu wissen, dass Pflanzen so viele Varianten haben sich vor Feinden zu schützen.

Habt ihr das über Bäume in der Au schon gewusst? Die Bäume, die näher beim Wasser sind und öfters überschwemmt werden wachsen schneller und dadurch haben sie nicht so hartes Holz wie die Bäume, die sich weiter weg vom Wasser befinden. Das ist, weil die Bäume am Wasser schnell wachsen müssen, da sie sonst komplett unter Wasser sind bei der nächsten Überschwemmung.

Ein cooler Fakt über Steine: neue Steine entstehen aus Steinen. Ein Stein kann sich nach langer Zeit unter enormen Druck und Temperatur zu einem anderen Stein umbilden. 

Bei der Station zu Heilpflanzen war völlig neu für mich, dass ein wichtiger Bestandteil des Aspirin C aus einer Pflanze gewonnen wird.

Hat sich der Tag gelohnt? – die 5A wurde gefragt

  • Die einzelnen Stationen waren sehr interessant, informativ und haben außerdem noch Spaß gemacht!
  • Ich fand den heutigen Ausflug in den Auwald Petronell sehr spannend. Was mir sehr gut gefallen hat war, dass wir nicht den ganzen Tag bei denselben StudentInnen waren, sondern immer gewechselt haben, außerdem fand ich toll, dass wir in kleinere Gruppen eingeteilt wurden.
  • Ich habe heute viel gelernt, mehr als ich erwartet hatte.
  • Beim Ausflug nach Petronell hat mir vor allem die Zeit in der Au sehr gut gefallen.
  • Wir haben auch gelernt, wie hoch das Wasser bei den Letzen Überschwemmungen war. Man glaubt gar nicht wie viel Wasser bei so einer Überschwemmung fließt und wie sehr es die Landschaft zu etwas einzigartigen machen kann. Ich bin sehr froh, dass wir dort waren und konnte viel von diesem Tag für später mitnehmen.
  • Der Ausflug hat sehr Spaß gemacht und  ich würde das gerne noch einmal machen.
  • Mir hat der heutige Tag sehr gut gefallen. Ich fand es interessant, wie verschieden die unterschiedlichen Themen gestaltet wurden.
  • Ich habe das Gefühl, dass der Auslug mich schlauer gemacht hat.
  • Der Ausflug war im Großen ganzen echt großartig und ich habe viel neues dazugelernt bzw. altes Wissen aufgefrischt.
  • Mir hat der Ausflug sehr gut gefallen, was jch am Anfang nicht gedacht hätte. Eine Sache die ich sehr gemerkt habe ist, dass ich doch einiges vom Bio Unterricht der Unterstufe mitnehmen konnte und einiges schon wusste! 
  • Alles in allem war es ein schöner Tag, vielleicht wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen aber das macht nichts. Ich würde Petronell wirklich jedem weiter empfehlen!
  • Ich muss sagen, dass ich diesen Ausflug sehr genossen habe, denn man konnte viel, was man schon gelernt hat, in die Praxis umsetzen.
  • Heute war ein sehr cooler und informationsreicher Tag, an dem ich sehr viel Neues gelernt habe.
  • Ich fand es cool, dass man so viele Tierspuren find kann, wenn man weiß wonach man suchen muss.
  • Dank unserer LehrerInnen wussten wir mehr, als die Studenten uns zugetraut hätten.

Was war am spannendsten, abenteuerlichsten oder lustigsten?

Am spannendsten war alles, weil die vier Stunden schnell vergangen sind, man viel Neues dazugelernt hat und weil die Stunden sehr interessant aufgebaut waren und es einem auf gar keinen Fall langweilig wurde.

Am abenteuerlichsten war der kleine Einstieg in den Wald und die Entdeckungen dort. Ich habe auch gelernt, dass es unglaublich vieles in Biologie zu lernen und erforschen gibt.

Besonders lustig war, als wir das Springkraut kennenlernten und es mir unabsichtlich ins Gesicht hüpfte.

Nicht so gut gefallen haben mir, dass ich zu kleine Gummistiefel angezogen habe, welche ziemlich gedrückt haben. Die Rückfahrt war auch angenehm und wir haben uns die Natur ein bisschen an uns vorbei huschend angeschaut.

Fazit:

Der heutige Ausflug war einzigartig! Ich habe mehr gelernt und mir gemerkt als im normalen Unterricht. Allgemein lernt man besser durch das praktische Experimentieren als einfach nur durch Zuhören. Nur das ewige Tragen der Mund-Nasen Schutz Maske war sehr nervig.

Der Ausflug war einfach spitze und ich denke, dass ich für alle aus meiner Klasse sprechen kann, wenn ich sage, dass ich hoffe, dass wir in Zukunft weitere solche Exkursionen machen! Danke für den tollen Tag.

Sophia Raunig und ein Zusammenschnitt der Rückmeldungen der 5A