Abwasser erforschen im OPEN-LAB Wien

Am 15.10.2020 besuchte meine Klasse, die 5A, das molekularbiologische Mitmachlabor am Vienna BioCenter, wo wir eigenständig Tests und auch ein Experiment zum Thema Abwasser und Kanalsysteme in Wien durchführen durften. Ein sehr spannender Ausflug!

Überall wo es einen Wasserzugang gibt, gibt es auch Abwasser. Das heißt in Haushalten, Betrieben und Industrie. Selbst das Regenwasser ist Abwasser und wird deshalb auch teilweise zur Kläranlage nach Simmering transportiert, wo es zusammen mit dem anderen Abwasser gereinigt und später in den Donaukanal abgelassen wird. Jeden Tag werden 500 Millionen Liter Abwasser durch Wien transportiert!

Fette und Öle dürfen nicht in die Kanäle, sonst besteht die Gefahr, dass riesige Fettberge entstehen, die die Kanalarbeiter mühsam wieder herausschaufeln müssen, was nicht ganz ungefährlich ist- jeder Einzelne ist deshalb aufgerufen, die Fette und Öle in extra Kübeln, die man von der MA-48 bekommt, zu sammeln und gesondert abzugeben. Im Burgenland heißen diese Kübel passenderweise „Fettis“. Auch andere Problemstoffe, zum Beispiel Abfälle von Laboren und Industriebetrieben, müssen gesondert gesammelt werden.

Im Labor durften wir ein paar Tests zu bestimmten Abwasserwerten durchführen. Wir haben den pH-Wert (basisch, neutral oder sauer), die Temperatur und den Sulfidgehalt (Schwefelwasserstoff) des Wassers bestimmt und auch, ob die Abwasserprobe, die uns zur Verfügung gestellt wurde, in den Kanal geleitet werden darf. Zur Messung haben wir verschiedene Messgeräte benutzt: ein Thermometer, ein pH-Meter und drei Flüssigkeiten, die man zum Abwasser dazugibt. Je nach Sulfidgehalt verfärbt sich das Wasser. Unsere Messung hat ergeben, dass unsere Abwasserprobe ‚sauer‘ war, das heißt der pH-Wert zu niedrig. Unser Wasser durfte deshalb also nicht in den Kanal.  Dabei sah es eigentlich relativ sauber aus…

Danach haben wir selbst noch einen Fettabscheider gebaut, der in Gastronomiebetrieben verwendet wird. Er befindet sich am Anfang des Kanals und sorgt dafür, dass kein Fett weiterfließen kann. Hier ein paar Bilder vom Bau und Inbetriebnahme unserer Modelle eines Fettabscheiders und im Video kann man unseren Erfolg sehen!

 Sophia Raunig, 5A