Pathologie hautnah im Institut für Wildtierkunde in der Savoyenstraße

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Am Montag, den 9. Dezember hat die 6a das Konrad-Lorenz-Institut, eine Außenstelle der Veterinärmedizinischen Universität, am Wilhelminenberg besucht. Dort haben wir unter anderem Rothirsche und Habichtkauze sehen können. Als wir das Rothirschgehege betraten, wurde uns erzählt, dass die ersten Tiere per Hand aufgezogen wurden und deshalb sehr handzahm und an den Menschen gewohnt sind. Diese Tiere leben derzeit in einer rein weiblichen Gemeinschaft, da die Männchen meist aggressiver sind, meist eigene Herden gründen und dazu der Platz zu gering wäre.  Außerdem sind diese Rothirsche Teil mehrerer Studien.

Das Highlight des Besuchs war der Besuch in der „Veterinär-Pathologie“, wo eine Wildkatze und ein Rehkitz zusammen auf dem Seziertisch lagen und seziert worden sind. Da die Verdauungstrakte ausgebreitet waren, konnte man gut den Unterschied zwischen Fleischfressern und Wiederkäuern sehen. Auch die Krankheiten bei dem Rehkitz waren gut zu erkennen, da sich diese schon in Organen niedergeschlagen hatten. Diese genaue Präparation von allen Organen ist für die Feststellung der Todesursache sehr wichtig und wertvoll. Bei der genaueren Untersuchung wird auch geprüft, ob das Tier eines natürlichen Todes, oder durch eine vom Menschen verursachte Handlung gestorben ist. Jährlich werden rund 1500 Tiere von den Pathologen seziert, um die Todesursache festzustellen. Diese Zahl bezieht sich auf Tiere österreichweit, da viele Fälle nach Wien kommen. Wenn größere Tiere, wie Elefanten des Tiergartens sterben, rückt das „PathologInnenteam“ auch auswärts an, da die Pathologie am Wilhelminenberg zu klein ist und der Tisch nicht mehr als 1000 kg standhält.

Anna Drobits, 6A