Schaffen wir das 2 °C Ziel zu erreichen? Die SchülerInnen der 7AB haben es geschafft!

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Im Mai 2018 stellten sich abermals SchülerInnen des BRG 18 der Herausforderung, im Rahmen mehrere Verhandlungsrunden in der Simulation einer Klimakonferenz mit unterschiedlichen Delegationen Maßnahmen festzulegen, die es ermöglichen, das in Paris 2015 festgelegte 2 °C zu erreichen. https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz

Nach jeder Verhandlungsrunde wurden die verhandelten Punkte eingegeben und hochgerechnet.

Hier der Link zur Simulation: https://www.climateinteractive.org/tools/en-roads/en-roads-signup/en-roads-online/

Nach der dritten Verhandlungsrunde war es soweit. Die eingegebenen Verhandlungsergebnisse führten zu einer Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen der Reihe nach: Prognose, wenn wir nichts verändern, Verhandlungsposition, Ergebnis nach der ersten Verhandlungsrunde, Ergebnis nach der zweiten Verhandlungsrunde, Ergebnis nach der dritten Verhandlungsrunde:

Jetzt liegt es nur noch daran, diese Punkte auch in der realen Welt zu finden, um die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen.

 

Hier die Rückmeldungen der einzelnen Delegationen auf die folgenden Fragen:

Wie bewerten Sie das Verhandlungsergebnis?

Welche Einsichten haben Sie gewonnen?

Welche Wünsche haben Sie an die realen EntscheidungsträgerInnen?

 

Delegation „Carbon Pricing“

Das Verhandlungsergebnis hat uns überrascht, da es trotz der sehr unrealistischen Zahlen, nur minimale Auswirkungen hatte.

Das Diskutieren war auf jeden Fall anstrengender als erwartet.

Wir fordern mehr Fokus auf das gemeinsame Ziel, anstatt die Prioritäten auf die eigenen Interessen zu setzen.

Felix, Erkan, Sebastian, Johanna, Christoph, Jonas (7AB)

 

Delegation „Climate Hawks“

Wir haben alle miteinander ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt, welches uns auch für die Zukunft nur besseres bringen könnte. Vor allem die erneuerbaren Energien, die steigende Population und der steigende Meeresspiegel sorgen für viel Diskussion. Unsere Gruppe, die Climate Hawks, hatten die Möglichkeit, von jeder Gruppe Eindrücke zu sammeln, jedoch brachten unsere Einwände bei den einzelnen recht wenig.

Unsere Wünsche an die Regierungen, vor allem für unsere Zukunft sind, dass das Thema „Klima“ ernst genommen wird und als ein entscheidender Punkt gesehen wird. Vor allem, dass der ansteigende Meeresspiegel nicht mehr zu retten ist, ist Warnzeichen genug! Die Delegierten sollten zusammen kooperieren und über realistische Ziele nachdenken. In den letzten Jahren hat es in der Realität sehr wenig zum Erfolg beigetragen und deshalb sind wir der Meinung, dass man nicht mehr mit realistischen Zahlen denken sollte, sondern über den Horizont hinausdenken muss!

Laura, Maria, Weronika, Pinar, Kübra, Lukas (7AB)

 

Delegation „Energy Efficiency“

Unsere Gruppe ist mit dem Ergebnis zufrieden. Wir konnten viele unserer Ziele und Wünsche durchsetzen und verwirklichen. Zum Beispiel konnten wir bei den meisten den CO2 Preis erhöhen. Wir sind der Meinung, dass wir gute Mittelwerte bei allen Bereichen erzielen konnten. Es freut uns, dass wir die 2 °C Grenze erreichen konnten. Wir hätten uns vielleicht ein noch besseres Ergebnis gewünscht, aber das war der bestmögliche Kompromiss zwischen den Delegationen (insbesondere, da manche sehr stur waren).

Die Verhandlungen waren ziemlich spannend, da man mit anderen MitschülerInnen diskutieren konnte. Das war eine nette Abwechslung. Insgesamt war es eine gute Erfahrung!

Wir wünschen uns von den Entscheidungsträgern, dass sie sich bemühen, Kompromisse zu finden, und zusammen zu arbeiten. Es ist wichtig, den besten Weg für alle zu finden. Sie sollen einander zuhören und versuchen, die Grenzen,

die sie besprechen auch einzuhalten. Außerdem: die Probleme ernst nehmen!

Daniela, Thomas, Felix, Nareman, Gabriela, Maria

 

Delegation „Energy Supply“

Wir mussten von unserer Erwartungshaltung stark abweichen, unsere Interessen wurden nicht vertreten und daher mussten wir aufgeben. Für das Wohl aller. Weiters mussten wir den CO2 Preis auf Wunsch anderer Gruppen steigern. Ursprünglich erwarteten wir 15$, letztendlich einigten wir uns auf 50$.

Wir wünschen uns von den Entscheidungsträgern, dass sie alle Regeln einhalten.

Mario, Martin, Felix, Phillip, Amos, Konsti (7AB)

 

Delegation „Land and Agriculture“

Zwar wurde das erklärte Ziel von 2 °C erreicht, jedoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieses je erreicht wird, da niemand die Verantwortung übernehmen wird. Prinzipiell wäre das (sehr hoch angesetzte) Ziel erreichbar, aber dafür müssten sehr viele „Opfer“ gebracht werden, die keiner geben will – dafür sind wir Menschen zu bequem. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die meisten Gruppen ständig ihre Meinung geändert haben, sodass eine Diskussion oft sehr schwierig war. Das Ziel wurde eigentlich nur deshalb erreicht, weil drei Gruppen nach der letzten Verhandlungsrunde ihre Werte radikal und unrealistisch geändert haben.

Erst durch diesen Workshop wurde uns bewusst, dass es nicht so einfach ist, ein realistisches Ziel zu erreichen, welches auch erfüllt werden kann. Weiters erkennt man, dass selbst viele Maßnahmen nur eine geringe Wirkung zeigen, weil das Klima so sensibel reagiert.

Wir wünschen uns, dass man trotzdem versucht, das bestmögliche herauszuholen!

Christopher, Moritz, Benjamin, Sebastian, Leon

 

Delegation „Population and Consumption“

Unsere Interessen bezüglich des CO2-Einkommens sind berücksichtigt worden. Der CO2-Preis ist in einem akzeptablen Maß. Beim BIP und Bevölkerungswachstum mussten wir deutliche Kompromisse eingehen, um das Ziel von 2 °C zu erreichen.

Wir würden uns von den Regierungen wünschen, dass sie vor allem die Bildung fördern, da diese viel zum Bevölkerungswachstum beiträgt. Außerdem sollen erneuerbare Energien auch für arme Menschen und die Mittelschicht leistbar und erreichbar sein. Der Staat sollte hier speziell die Bevölkerung fördern und auch Aufklären über den Klimawandel.

Stefan, David, Tobias, Sophie, Jocelyn, Magda (7AB)

 

Wir bedanken uns wieder recht herzlich bei Herrn Dr. Christoph Mandl für die hochwertige Durchführung!