Die soziale Woche der 7A

Am Ende des ersten Semesters erwartet alle SchülerInnen der siebten Klassen das Projekt „Soziale Woche“. In dieser Zeit helfen sie in einer sozialen Einrichtung in Wien mit. Hier ein paar persönliche Eindrücke der SchülerInnen:

„Mir hat die Soziale Woche außerordentlich gut gefallen. Die Klasse, in der ich die meiste Zeit der Woche verbracht habe, war sehr nett, die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich bin froh, eine solche Erfahrung gemacht zu haben, denn bis jetzt bin ich mit solchen Menschen noch nie in dem Ausmaß konfrontiert worden.  Die Woche hat mit gezeigt, dass Kinder, die auf den ersten Blick anders erscheinen, umso herzlicher und liebevoller sind, mit einer umso positiveren Lebenseinstellung, sie können viel Freude im Leben haben. Die Woche hat mir viel gebracht, denn ich konnte eine völlig neue Erfahrung machen.“

„Als wir erfahren haben, dass wir mit behinderten Menschen arbeiten werden war ich schon leicht beängstigt. Ich hatte Angst, dass ich unabsichtlich etwas Falsches sage und somit jemanden kränke. Das Gute an der Woche war, dass man das Verhalten von behinderten Menschen und deren Verhältnis zu anderen Menschen beobachten konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass zum Beispiel eine Person mit Down-Syndrom sich ganz normal mit anderen verstehen würde. Ich finde die Idee, dass man behinderte Menschen mit gesunden Menschen in Kontakt bringt, sehr toll. Durch diese Projektwoche entstand bei mir ein ganz anderes Bild von behinderten und gesunden Kindern. Weiters habe ich gelernt wie man mit behinderten Menschen umgeht.“

„Die Woche hat mir einiges an Erfahrung gebracht. Alle Kinder waren sehr liebenswert und voller Lebensfreude, was mir die Augen in vielerlei Hinsicht geöffnet hat. Trotz ihrer Mehrfachbeeinträchtigungen, auch beim Sprechen, verstand ich sie alle und sie mich auch. Sie hatten immer Blickkontakt zu einem, wenn man mit ihnen sprach und fühlten wie sicher bzw. unsicher man mit ihnen umging. Sobald man sie lobte, kam ein Lächeln zurück und auf unangenehme Sachen reagierten sie alle natürlich. Sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und es fiel mir schwer mich von ihnen verabschieden zu müssen.“

„Ich fand diese Woche sehr interessant. Besonders das Aufpassen und Helfen hat mir sehr gefallen. Daher überlege ich in solch einer Schule mein Zivildienst zu absolvieren. Der Bub mit dem ADHS-Syndrom hat mich am meisten erstaunt, da ich davor nicht wirklich Ahnung hatte, wie sich so eine Person verhält (Natürlich gibt es verschiedene Arten). Ich kann diese Woche jedem weiterempfehlen und würde sie auch gerne wiederholen!“

„Das Projekt hat mir gezeigt, wie solche Schüler in ihrem Schulalltag mit ihrer Einschränkung umgehen und lernen. Außerdem habe ich auf erster Hand erfahren, dass man nicht erkennt ob eine Person schwer behindert ist oder nicht.“

„Mir hat die Woche sehr gut gefallen. Anfänglich habe ich mir nicht wirklich vorstellen können, dass wir in den Klassen wirklich mithelfen können. Es hat mich jedoch sehr positiv überrascht, wie viel mich die Lehrerin und auch die Kinder eingebunden haben. Wenn ich niemandem beim Stationenplan half, wollte jemand ein Spiel mit mir spielen und auch beim Kochen, den Religionsstunden und der Rhythmikstunde wurde ich immer miteingebunden. Ich fand die Woche seht interessant und wichtig, da man sonst eher selten in solchen Schulen mithelfen kann. Außerdem lernt man durch die Woche nicht die Behinderung eines Menschen zu sehen, sondern den Menschen selbst.“

„Ich muss gestehen, ich habe von diesen vier Tagen weniger erwartet, als ich am Ende herausbekommen habe. Ich kann hier ganz klar von einer positiven Erfahrung schreiben.“