Lange Nacht der Forschung 2009

Zur Vorgeschichte

Der Stammzellenforscher Dr. Johann Meinhart hat 2005 die Idee sich mit einer OP-Übertragung für die LNdF anzumelden, das KH Hietzing (vormals Lainz) hat jedoch nicht die technischen Voraussetzungen und Geräte hierfür. Über einen Arzt, dessen Kinder das BRG 18 besuchen, wird so die Zusammenarbeit mit der Unverbindlichen Übung und dem ermöglicht!

Rückblick: Lange Nacht der Forschung 2005

Eine kleine Gruppe des RG18-Technik-Teams überträgt die Herzoperation in einen kleinen Seminarraum 2 Stockwerke unterhalb des Operationssaales. Auf Grund des großen Interesses platzt der für max. 30 Personen konzipierte Raum rasch aus allen Nähten und ein Schichtbetrieb für die Besucher wird eingerichtet.

Rückblick: Lange Nacht der Forschung 2008

Nach dem massiven Platzmangel bei der letzten LNdF überträgt eine Auswahl des RG18-Technik-Teams eine Herzoperation in einen ca. 100 Personen fassenden Mehrzweckraum. Dieser Raum liegt allerdings in einem anderen Pavillion ca. 250 m vom Operationsaal entfernt und stellt das RG18-Team vor eine ganz neue Aufgabe. Der Seminarraum vom letzten Mal wird ebenfalls bespielt und trotzdem finden nicht alle Interessenten Platz, so dass wieder ein Schichtbetrieb für die Besucher eingerichtet wird.

Lange Nacht der Forschung 2009

Auch diesmal möchte das Krankenhaus Hietzing mit einer Live-Herzoperation teilnehmen und das bewährte RG18-Team soll wieder die Übertragung übernehmen.

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Im September

lnf09_1-004.jpgAuf Grund des massiven Platzmangels im Vorjahr wird nun eine Übertragung in den Festsaal des Geriatriezentrums Wienerwald ins Auge gefasst. Allerdings liegt dieser ca. 700m vom Operationssaal entfernt, so dass eine Übertragung mittels analoger Technik nicht mehr möglich erscheint. Außerdem wird im Geriatriezentrum eine Schmalspurbahn zur Versorgung der einzelnen Gebäude betrieben, die ein Verlegen von Kabeln fast unmöglich erscheinen läßt. Die Idee die Daten via Lichtwellenleitung in diesen Saal zu übertragen wird zwar von der Haustechnik vor Ort unterstützt, scheitert schlussendlich an den Kosten, da noch ein Stückchen LWL zur Erschließung des Festsaales fehlt.

Im Oktober

lnf09_2-010.jpgBei einem Lokalaugenschein mit Prim. Dr. Grabenwöger stellt dieser den neuen Operationssaal mit den neuesten technischen Gerätschaften vor. Besonders stolz ist er auf eine Bildwand und die HD-Kamera in der OP-Lampe.

Freitag, 6. November 9:00

Das RG18-Technik-Team trifft sich zur Vorbereitung auf ihren großen Einsatz. Der Ablauf im KH Hietzing wird detailliert geplant, letzte technische Proben und Test werden durchgeführt und anschließend wird die benötigte technische Ausrüstung zusammengetragen und in Kisten für den Transport verpackt. Gegen 19:00 stapeln sich unzählige Kisten vor dem EDV-O.

Samstag, 7. November

lnf09_4-050.jpg8:00: Treffpunkt Schule, kurze Einsatzbesprechung, Verladen des Materials in einen angemieteten Transporter, Abfahrt zum KH Hietzing

ca. 9:00: Eintreffen im KH, Ausladen des Equipments, Besichtigung der Räume und Beginn der Aufbauarbeiten an mehreren Stellen gleichzeitig und Verlegung der Kabel.

ca. 11:45: Die Probleme mit der Tonübertragung konnten gelöst werden und einer Übertragung steht nun nichts mehr im Weg.

lnf09_4-145.jpg15:00: Nach dem gemeinsamen Mittagessen werden noch Vorbereitungen für die Videoaufzeichnung getroffen und ein weiterer Übertragungsort im Eingangsbereich zum Mehrzwecksaal eingerichtet. Diese gut besuchte “Außenstelle” reduziert den Platzmangel im MZS erheblich.

16:30: Dr. Michael Gorlitzer (Chirurg und Moderator des Abends) begrüßt die Gäste, stellt das Programm des Abends vor und startet um ca. 17:00 mit ausführlichen Erklärungen und Videozuspielungen zur bevorstehenden Operation.

lnf09_4-115.jpg18:00: Der Mehrzweckraum ist gut gefüllt, zahlreiche Besucher ergattern nur mehr einen Stehplatz. Prim. Doz. Dr. Martin Grabenwöger (Abteilungsvorstand) beginnt mit der Operation, das Publikum verfolgt via Videoleitung live jeden Handgriff und hat die Möglichkeit via Tonleitung Fragen direkt an den Operateur zu stellen. Dieser erklärt während der ganzen Operation jeden einzelnen Schritt und Fachbegriff in einer auch für Nichtmediziner verständlichen Form.

22:00: Die Operation ist gut verlaufen, Dr. Grabenwöger kommt in den Mehrzweckraum und beantwortet persönlich Fragen des Publikums. An Hand von Videoaufzeichnungen kommentiert nun Dr. Grabenwöger nochmals den Eingriff, so dass bis zum Ende der “Langen Nacht der Forschung” die OP ein zweites Mal im “Schnelldurchlauf” betrachtet werden kann.

In der Zwischenzeit beginnen für das RG18-Technik-Team die Abbauarbeiten im OP-Bereich und im Seminarraum, die langen Kabel werden wieder eingerollt und verstaut.

24:00: Offizielles Ende der “Langen Nacht der Forschung”, die Besucher verlassen das KH, die Mediziner bedanken sich für die professionelle Übertragung beim RG18-Team und verabschieden sich. Nun kann auch der Rest der technischen Ausstattung im Mehrzwecksaal abgebaut werden. Alles wird wieder in Kisten verpackt und verladen.

00:30: Das RG18-Team verlässt das Krankenhausgelände und fährt Richtung Schule. Dort werden wieder alle Kisten ausgeladen und im EDV-Bereich zwischengelagert. Auspacken steht am Montag am Programm.

01:30: Das Technik-Team verlässt erschöpft und müde, aber glücklich über die erfolgreiche Übertragung die Schule.

Online Beitrag im Kurier