Das kleine Bergvölkchen in Berlin

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Am 10. September 2017 starteten die 8. Klassen ihre letzte gemeinsame Schulreise ins entfernte Berlin. Um 4:30 morgens trafen wir uns am Sonntag mit unseren Lehrerinnen (Fr. Mag. Herzog, Fr. Mag. Hickel und Fr. Mag. Wakolbinger) am Flughafen. Unser Flieger hob pünktlich ab und wir landeten um halb 7 in Berlin. Wir bezogen unsere Zimmer im Hotel und nach einem kurzen Frühstück in einem hotelnahen Café starteten wir unser dichtes Sightseeing-Programm. Neben dem berüchtigten Brandenburger Tor machte uns auch das Holocaust-Mahnmal Eindruck. Zur Entspannung nach diesem anstrengenden Tag genossen wir am Abend eine Bootsfahrt auf der Spree. Spät abends fielen wir alle todmüde ins Bett.

Den nächsten Tag starteten wir mit einem Besuch der berühmten East Side Gallery, des Teils der Berliner Mauer, der noch steht und mit viel Streetart verziert wurde. Nach der Mittagspause in den Hackeschen Höfen besuchten wir das Pergamon-Museum auf der Museumsinsel. Während einer Führung erfuhren wir allerlei Interessantes, Erstaunliches und Faszinierendes über die antike Stadt. Nach der Führung fuhren einige von uns auf das Dach eines Hotels am Alexander-Platz, um die großartige Aussicht zu genießen. Doch die Zeit drängte da eine Führung in der Berliner Traditionsbrauerei Berliner-Kindel-Schultheiss anstand. Während wir allerlei über die deutsche Braukunst erfuhren, wurden wir allerdings von der referierenden Dame immer wieder als „Kleines Bergvölkchen“ abgestempelt und auf nicht boshafte Weise mehr oder weniger auf unsere Klischees beschränkt. Nach einer kleinen Verkostung des örtlich hergestellten Bieres beendeten wir dann unsere Sightseeing-Tour für diesen Tag.

Nachdem wir am darauffolgenden Tag früh aufgestanden waren, hatten wir genug Zeit, um den Reichstag und seine Kuppel zu besichtigen. Im Stasi-Museum erfuhren wir nähere Details über die Wege des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, sowohl aus der Sicht der Täter, als auch aus der Sicht der Opfer. Abends folgte ein bizarrer Kinobesuch in den Hackeschen Höfen. Leider kam der französische Film Barfuß in Paris bei den meisten nicht besonders gut an.

An unserem Letzen Tag hatten wir nur mehr einen ausgiebigen Besuch im Museum Haus am Checkpoint Charlie auf dem Plan. Nach einem faszinierend informativen Zeitzeugengespräch lernten wir einige genialen Wege kennen, wie Ostberliner versuchten in die BDR zu gelangen. Nachdem wir im Regen den Tränenpalast erreicht hatten, vertieften wir unser Wissen in der Geschichte Deutschlands und der DDR. Unmittelbar danach begann auch schon wieder die Heimreise.

Wir konnten von Glück reden, dass unser Air Berlin Flug nicht abgesagt wurde und wir mit (nur) etwa 45 Minuten Verspätung um 21 Uhr am Mittwochabend in Wien ankamen. Obwohl unser Berlinaufenthalt nicht sehr lange dauerte, bleibt uns die deutsche Hauptstadt als letzte gemeinsame Schulreise in Erinnerung und wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Lehrerinnen, insbesondere bei Fr. Mag. Hickel, für die Planung.

Bernhard Weinlechner (8B) September 2017